ePOS - elektronisches psychoonkologisches
Screening

Ein Psychoonkologisches Screening zur frühzeitigen Erkennung psychischer Belastungen bzw. komorbider psychischer Erkrankungen ist in der Behandlung onkologischer Patienten unabdingbar. Etwa ein Drittel der an einer Neoplasie erkrankten Patienten leidet an einer komorbiden psychischen Störung. Bisherige Screeningverfahren wurden weitgehend als Paper-Pencil-Verfahren angewandt, deren Auswertung von Hand erfolgen musste. Von innovativen computerbasierten Verfahren ist zu erwarten, dass diese mit wenig Aufwand frühzeitig im Behandlungsverlauf die Initiierung einer eventuell notwendigen psychoonkologischen Behandlung ermöglichen.

Im Projekt ePOS werden elektronische Fragebögen eingesetzt, die auf Tablet-PCs den Patienten am Krankenbett vorgelegt werden können. Ziel ist die Implementierung des Screenings im klinischen Alltag sowie die Überprüfung der Validität und Akzeptanz im Vergleich zu klassischen Paper-Pencil-Verfahren. Weiter sollen verschiedene etablierte Screeningverfahren hinsichtlich ihrer Übereinstimmung bei der Indikationsstellung für eine psychoonkologische Behandlung verglichen werden.
Auf der Grundlage mehrerer Studien konnten die Entwicklungsmöglichkeiten für eine klinikumsweite Etablierung beschrieben werden, so dass das ePOS-Screening derzeit für alle Abteilungen des ComprehensiveCancerCenters zur Verfügung gestellt wird. Dadurch können die Behandlung von Patienten optimiert, Ressourcen gezielt eingesetzt, die Qualität gesichert und nicht zuletzt Zertifizierungs-Richtlinien erfüllt werden.

Projektleitung

Dr. Dipl.-Psych. Dipl.-Päd. Norbert Schäffeler
Dr. med. Florian Junne

Kooperationen

Universitäts-Frauenklinik
Universitäts-Hautklinik
Klinik/Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Innere Medizin II (Hämatoonkologie)
Neurologie

Publikationen: