ID-Step - Identifying psychooncological Distress in Stem cell Transplanted Patients

Erfassung des psychoonkologischen Behandlungsbedarfs und Verlaufsmessung bei Patienten mit hämato-onkologischen Erkrankungen, die eine Stammzelltransplantation erhalten 

Psychoonkologisches Belastungsscreening ist in der Behandlung onkologischer Patienten unabdingbar. Zwischen 20 und 40 % an einer Neoplasie Erkrankten leiden an einer komorbiden psychischen Störung. Im vorliegenden Projekt sollen im psychoonkologischen Bereich etablierte Verfahren (Tablet-PCs) zum Screening eingesetzt werden. Ziel soll eine Implementierung des Screenings im klinischen Alltag der Hämatoonkologie in der Medizinischen Klinik sein.
Da in der Literatur bisher keine Zahlen zur psychischen Belastung im Verlauf vorhanden sind, sollen hier in einem Forschungsansatz Wiederholungsmessungen durchgeführt werden.
Eingeschlossen werden Patienten, die an einer hämato-onkologischen Erkrankung leiden und eine Stammzelltransplantation erhalten. Die Patienten werden während der stationären Behandlung sowie nach Entlassung zu verschiedenen Zeitpunkten des Therapieverlaufs befragt:
Die 1. Messung (T0) erfolgt gemeinsam mit dem Aufklärungsgespräch zur Stammzelltransplantation, die 2. Messung (T1) kurz vor der Transplantation, d. h während der Konditionierung (Chemotherapie/Bestrahlung), die 3. Messung (T2) am Tag 7 nach der Transplantation, danach jeweils eine Messung am Tag 30 (T3), Tag 100 (T4), nach 6 (T5) Monaten und 12 (T6) Monaten.
Ziel der Untersuchung ist es, die psychoonkologischen Belastung im Behandlungsverlauf zu beschreiben, sowie Prädiktoren für die Belastungsintensität zu finden. Perspektivisch können dadurch die Behandlung von Patienten optimiert, psychoonkologische Ressourcen gezielt eingesetzt und die Qualität gesichert werden.

Projektleitung

Prof. Dr. med. Martin Teufel

Kooperationspartner

Prof. Dr. med. Wolfgang Bethge
Universitätsklinikum Tübingen Abteilung Innere Medizin II