Prävention psychischer und psychosomatischer Erkrankungen innerhalb und außerhalb des Betriebes – Erfahrungen und Haltungen von Betriebsärzten, Hausärzten, Psychotherapeuten und Personalverantwortlichen

Prävention psychischer und psychosomatischer Erkrankungen innerhalb und außerhalb des Betriebes – Erfahrungen und Haltungen von Betriebsärzten, Hausärzten, Psychotherapeuten und Personalverantwortlichen
Das betriebliche Setting spielt für die Prävention psychosomatischer und psychischer Erkrankungen eine besondere Rolle. Hier können Maßnahmen der Primärprävention (Gestaltung der Arbeitsbedingungen), Sekundärprävention (Früherkennung von und Frühintervention bei gefährdeten und erkrankenden Personen zur Vermeidung langdauernder oder chronischer Verläufe) und Tertiärprävention (Wiedereingliederung nach Erkrankung) durchgeführt werden. Die Schnittstelle zwischen der betriebsärztlichen Betreuung und der Versorgung durch Haus- und Fachärzte ist aber meist nicht gut ausgeprägt [Moßhammer et al. 2011], weshalb strukturierte Präventionspfade vorgeschlagen wurden [Pfaff et al. 2009], die im Bereich psychischer und psychosomatischer Erkrankungen vor allem die Sekundärprävention verbessern könnten. Offen ist allerdings, welche Konzepte und Haltungen die betroffenen Akteure, d.h. Betriebsärzte, Hausärzte und Psychotherapeuten zu entsprechenden Präventionsangeboten haben. Zur Aufklärung über die Haltungen, Sichtweisen, Erfahrungen der oben genannten Berufsgruppen werden durch die unten genannten Kooperationspartner Fragebogenerhebungen durchgeführt. Das Projekt wird im Rahmen des Kompetenznetz Prävention Psychischer und Psychosomatischer Störungen in der Arbeits- und Ausbildungswelt Baden-Württemberg durchgeführt. Die an diesem Teilprojekt beteiligten Kooperationspartner sind das Institut für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Versorgungsforschung der Universität Tübingen, die Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Ulm, sowie die Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen. Von der Abteilung für Psychosomatische Medizin der Universitätsklinik Tübingen werden insbesondere die Teilbereiche Psychotherapeuten und Personalverantwortliche mitverantwortet.

Projektleitung

Dr. med. Florian Philipp Junne, M.Sc.