Forschungsverbund: „Seelische Gesundheit am Arbeitsplatz Krankenhaus“ SEEGEN

Hintergrund:
Gesundheit, Entstehung und Verlauf von Krankheiten sind durch sehr verschiedene Faktoren bestimmt. Insbesondere das berufliche Umfeld formt eine Vielzahl dieser Faktoren sowohl im positiven Sinne wie die Chance, Anerkennung zu erfahren, kreativ und produktiv zu sein, soziale Kontakte zu knüpfen und als Ressource zur Bewältigung belastender Situationen zu verwenden. Aber auch im negativen Sinne, wenn die aus vielfältigen Anforderungen bestehende, modern verdichtete Arbeitswelt zum Beispiel Gefühle von Überforderung oder Entfremdung erzeugt. Gerade in den vielfältigen Arbeitsbereichen der Krankenhäuser und Klinika, die in den letzten Dekaden einem enormen Wandel insbesondere bei den Arbeitsbedingungen zum Beispiel durch Kostendämpfungsmaßnahmen vollzogen haben, fehlt jedoch ein systematisiertes betriebliches Gesundheitsmanagement, welches die verschiedenen Faktoren auf den unterschiedlichen Ebenen günstig beeinflussen kann.

Ziel:
Das Ziel dieses zweistufigen Verbundprojektes ist es, eine komplexe Intervention basierend auf verhaltens- und verhältnispräventiven Maßnahmen zu entwickeln, deren Wirksamkeit zu prüfen und in die Anwendung zu bringen.

Vorgehen:
In Phase I (2 Jahre) werden die folgenden fünf Interventionsbausteine (Teilprojekte 1.A-E) jeweils einzeln entwickelt, je nach Format und Studienlage unterschiedlich evaluiert, sowie Strategien für deren nachfolgende Implementierung erprobt:

Am Standort Tübingen, Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie wird in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Versorgungsforschung (Prof. Dr. Rieger) das Teilprojekt 1C des Verbundes entwickelt und evaluiert.

Teilprojekt 1.C Stärkung der verhältnispräventiven und interprofessionellen Führungskompetenz von mittleren Führungskräften zur Reduktion der psychischen Belastung ihrer Mitarbeiter im Krankenhaus; Teilprojekt verortet an der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen, Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Projektleitung

Dr. med. Florian Philipp Junne, M.Sc.


Informationen zum Forschungsverbund (PDF)